19.08.2019 Montag  Drei Rettungsschwimmer am Graalibu Beach

Wasserrettungsdienst in Graal Müritz

In den Sommerferien sind die drei Rettungsschwimmer Sebastian Splitthoff, Maja Mühlenkamp und Lara Petermann, der Ortsgruppe Nottuln, vom 3.bis 17.August 2019 ehrenamtlich nach Graal-Müritz gefahren, um dort Wasserrettungsdienst zu leisten.

Der Strand in Graal-Müritz, interner auch „Graalibu“ genannt, umfasst sechs Kilometer mit insgesamt 3 Türmen. Die rund 15 Wachgänger die vorort sind, setzen sich aus der lokalen DLRG-Ortsgruppe und externen Wachgängern aus ganz Deutschland zusammen. Die Wachstation besitzt drei Rettungsboote, ein Quad und einen Jetski zum Retten von Personen im Wasser. Die Besonderheit der Station ist, dass sie mit einem Quad und einem Rettungssanitäter eine First-Responder Einheit bilden. Das bedeutet, auch wenn außerhalb des Wassers etwas passiert, wird diese Einheit gerufen, um vor dem Rettungswagen die Person zu behandeln. Außerdem ist Graal-Müritz mit der blauen Flagge für gute Wasserqualität und dem Zertifikat „Lifeguarded Beach“ ausgezeichnet, da hier besondere Maßnahmen zur Absicherung des Strandes getroffen worden sind. 

Am Anreisetag ging es für die Rettungsschwimmer nach einer Einweisung direkt auf die Außentürme, wo die anderen Wachgänger weitere Gebietskunde gaben und über Gefahren unterrichteten. Gefährlich bei parallel zur Küste verlaufender Strömung sind die Buhnen. Im Bereich unmittelbar um sie herum ist das Verletzungsrisiko auf Grund der angespülten scharfkantigen Muscheln und dem abgespülten Sand mit Vertiefungen groß. Mit einer ausgeklügelten Kombination aus Rettungsleine und Rettungsboje ist es den eingewiesenen Rettungsschwimmern möglich, verletzte/erschöpfte Personen von den Buhnen zu ziehen. 

14 Tage lang ging es zu neun Uhr mit dem Fahrrad zur Hauptwache. Von dort aus wurden alle Wachgänger auf die Türme aufgeteilt. Auf den Türmen wurde bei Sonne und Regen neun Stunden Wachdienst geleistet. Bei kleinen Verletzungen kamen die Badegäste zum Turm, daneben gab es jedoch auch Kite-Surfer und Windsurfer, die mit dem Boot an Land geholt worden sind, wenn es mit eigener Kraft oder bei zu starkem Wind nicht mehr an den Strand geschafft haben. Bei schwereren Verletzungen kam der First-Responder zusätzlich dazu. 

Zu Besuch kamen zwei Rettungsschwimmer, die sich als Ziel gesetzt haben alle 86 Wachstationen von der Nordsee bis zur Ostsee innerhalb von 86 Tagen zu besuchen mit dem Fahrrad. Dazu bleiben sie an jeder Station einen Tag und fahren am nächsten Tag eine Station weiter. Die komplette Reise kann man auf der Seiter der DLRG unter dem Stichpunkt „Abenteuer Wasserrettungsdienst“ finden.

Nach dem Dienst wurde der Abend gemeinsam gestaltet mit Grillen, Beachvolleyball oder Strandgängen. Es ist wichtig von Anfang an als Gruppe viel zu unternehmen, denn wenn es um Leben und Tod geht, muss man sich auf die anderen verlassen können.

Adler Graal-Müritz Ende!

Kategorie(n)
Bericht, 2019

Von: Lea Suchanek

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